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Projektstart: 3R-Methoden zum Ersatz und zur Verbesserung gesetzlich geforderter Tierversuche

Fto: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Trypanosomen neben Erythrozyten, mit Falschfarben transformiert (© Michael Duszenko, Universität Tübingen)
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Trypanosomen neben Erythrozyten, mit Falschfarben transformiert (© Michael Duszenko, Universität Tübingen)

Prüfmethoden für immunologische Arzneimittel basieren auch heute in vielen Bereichen noch auf Tierversuchen. Mit Hilfe des 3R-Konzepts (Replacement, Reduction und Refinement) können der Einsatz und das Leiden von Tieren im gesetzlich geforderten Experiment verringert oder vollständig vermieden werden. Zu diesem Zweck arbeiten das Paul-Ehrlich-Institut, das Friedrich-Loeffler-Institut und das Lehr- und Versuchsgut Oberschleißheim der Ludwig-Maximilians-Universität München in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund zusammen.

Das Verbundprojekt hat zum Ziel, Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen im Bereich der Infektionskrankheiten und Immunologie, die mit intensiven Entzündungsreaktionen einhergehen, zu entwickeln. Allen Teilprojekten gemeinsam ist die Untersuchung der Einsatzmöglichkeit der Thermografie als neue diagnostische Methode.

Der Schwerpunkt des Friedrich-Loeffler-Instituts innerhalb des Projektverbundes liegt auf der Verbesserung der Methode der Antigengewinnung für die serologische Diagnostik der Beschälseuche des Pferdes, einer anzeigepflichtigen Tierseuche. Der bisher notwendige Tierversuch zur Vermehrung von Trypanosomen in Ratten soll mittelfristig verbessert und langfristig durch die Kultivierung des Erregers, Trypanosoma equiperdum, in der Zellkultur ersetzt werden. Daneben sollen artspezifische und kreuzreagierende Antigene für eine verbesserte immunologische Diagnostik identifiziert werden.