Nachwuchsgruppe Wildtierkrankheiten
Standort: Insel Riems
An einheimischen Wildtieren werden in Deutschland viele Untersuchungen durchgeführt, sei es im Rahmen der Freiheitsüberwachung anzeigepflichtiger Tierseuchen oder im Rahmen von nationalen und internationalen Monitoring-Programmen. Daneben existieren auch viele Ergebnisse aus epidemiologischen Untersuchungen auf ausgewählte Infektionskrankheiten bei Wildtieren. Es gibt jedoch bis jetzt keinen gesamten Überblick über das aktuell vorkommende Erregerspektrum innerhalb der Wildtierpopulationen Deutschlands.
Die Nachwuchsgruppe Wildtierkrankheiten wurde gegründet, um die bereits vorhandenen Ergebnisse zusammenzustellen, auszuwerten sowie durch weiterführende Untersuchungen zu ergänzen und um schlussfolgernd die Bedeutung einheimischer Wildtiere als Reservoir für ausgewählte Infektionserreger abzuwägen. Dabei soll insbesondere ihre mögliche Reservoirfunktion für
a) Haustierbestände (insbesondere Nutztiere) im Hinblick auf die Freiheit von Seuchen
b) Wildtierpopulationen in Bezug auf die Arterhaltung (Biodiversität)
c) den Menschen im Hinblick auf die Übertragung von Zoonoseerregern
berücksichtigt werden.
Aufgaben
- Zusammenstellung der in Deutschland vorliegenden Untersuchungsergebnisse und deren Auswertung
- Aufbau einer Datenbank über diese Ergebnisse
- Aufbau eines Geoinformationssystems (GIS) zur Darstellung des Vorkommens und der Verbreitung von Infektionserregern innerhalb der Wildtierpopulationen Deutschlands
- Modellierung von ausgewählten Infektionskrankheiten und die Erstellung von Risikokarten für diese Krankheiten
- Durchführung von Felduntersuchungen
- Validierung der bei Wildtieren angewendeten Nachweismethoden