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Aktuelles

Laborleiter

Dr. Horst Schirrmeier



Telefon: +49 38351 7-1212
Fax: +49 38351 7-1226

Südufer 10
17493 Greifswald - Insel Riems

Zur Person

Technische Mitarbeiter

Bianka Hillmann

Nationales Referenzlabor für Bovine Virusdiarrhoe / Mucosal Disease (BVD/MD)

Institut für Virusdiagnostik

Die Bovine Virusdiarrhoe/Mucosal Disease (BVD/MD) gehört zu den weltweit wirtschaftlich bedeutsamsten Infektionserkrankungen beim Rind. Während akute Infektionen bei nicht tragenden Tieren in der Regel klinisch inapparent verlaufen - Ausnahmen stellen vereinzelt beschrieben perakute Verlaufsformen mit einem hämorrhagischen Syndrom dar, - führt die Infektion seronegativer trächtiger Rinder zu Fruchtretentionen, Aborten, Missbildungen und zur Entstehung persistent infizierter Kälber, die als dauerhafte Virusausscheider für die Aufrechterhaltung von Infektketten verantwortlich sind. Eine late onset Form der BVD stellt die tödlich verlaufende Mucosal Disease dar, die entsteht, wenn persistent virämische Tiere BVD-Viren beider Biotypen (cp und ncp- BVDV) tragen. Es werden zwei verschiedene Genotypen (Typ I und II) unterschieden, weitere Subtypisierungen sind möglich.

Seit dem 3. November 2004 ist die BVD/MD in Deutschland anzeigepflichtig. Mit der Errichtung eines NRL für BVD/MD durch Erlass des BMVEL, dem heutigen BMELV, am 15. Juli 2004 wurde am FLI ein Ansprechpartner für Behörden des Bundes und der Länder, insbesondere in Fragen der Diagnostik, geschaffen.

In der "Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe-Virus" (BVDV-Verordnung) vom 11. Dezember 2008, BGBl. 2008 Teil I Nr. 59, S 2461 v. 18. Dezember 2008 sind die Grundsätze einer bundeseinheitlichen Bekämpfung der BVD auf verpflichtender Grundlage geregelt. Sie ist ab dem 1.1.2011 in Kraft.

 

Leistungsübersicht

  • Ansprechpartner für Bundes- und Länderbehörden zu Fragen der BVD/MD-Diagnostik und Bekämpfung.
  • Antigen-. Genom- und Antikörpernachweise zur Abklärung unklarer Ergebnisse
  • Charakterisierung von Virusisolaten
  • Bereitstellung von Referenzmaterialien (Virus, Seren, Zelllinien)
  • Überprüfung, Standardisierung und Weiterentwicklung von Testverfahren
  • Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen z. B. für Mitarbeiter der Untersuchungsämter
  • Durchführung nationaler Ringvergleichstests
  • Teilnahme an EU-Ringtests
  • Beteiligung an Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten der Europäischen Union
  • Forschungsarbeiten zur BDV

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Methodenübersicht

  • Virus- bzw. Antigennachweis mittels Zellkulturisolierung und ELISA
  • Genomnachweis mit RT- PCR
  • Antikörpernachweis mittels Neutralisationstest und ELISA

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Weitere Diagnostik- und Forschungsaktivitäten

  • Calicivirusinfektionen bei Leporiden (Amtshilfe in Diagnostik, Mangeldiagnostika, Erregercharakterisierung,in vitro Kultur, Impfstoffentwicklung, Pathogenese)
  • Rekombinante Proteine für Diagnostik (PCV2, Aviäre Influenza)

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BVD-Ringtests

Nachdem das NRL 2006 erstmals an einem bundesweiten Ringversuch teilgenommen hat, wurde 2011 der zweite bundesdeutsche Ringtest zur BVD-Diagnostik durchgeführt. Daran beteiligten sich insgesamt 53 staatliche, private, Universitäts- und Industrielabore, darunter auch aus Österreich, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Dänemark, Polen, Schweden, und Frankreich.

Zu den Details der BVD-Ringtests 2011 und 2006

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Statistik zur BVD-Bekämpfung in Deutschland

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Rechtsgrundlage

Seit dem 1. Januar 2011 ist die „Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe Virus“ (BVD-VO), die die Grundsätze einer bundeseinheitlichen Bekämpfung der BVD auf verpflichtender Grundlage regelt, in Kraft. Kernpunkt ist eine Untersuchungsverpflichtung für alle geborenen Kälber bis zum 6. Lebensmonat, bzw. für alle Rinder vor dem Verbringen auf Vorhandensein von BVD-Virus, die anzuwendenden Methoden sind in einer amtlichen Methodensammlung festgeschrieben.

Das Untersuchungsergebnis führt zum Status „unverdächtig“ im negativen Fall, bzw. zur Feststellung persistent infizierter (PI-)Tiere, für die eine Märzungsverpflichtung besteht.

Ein PI-Tier ist definiert als

  • ein Rind, das mit einer der in der amtlichen Methodensammlung beschriebenen Methode mit positivem Ergebnis untersucht worden ist und
    a) das längstens 60 Tage nach der ersten Untersuchung erneut mit positivem Ergebnis auf BVDV untersucht worden ist,
    b) bei dem eine Wiederholungsuntersuchung nach Buchstabe a unterblieben ist oder
    c) das an Mucosal Disease erkrankt ist.
  • sowie die Nachkommen eines PI-Tieres.

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Aktuelle Statistik:
Auswertungszeitraum: 01.01. - 31.12.2011

Im Zeitraum zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2012 wurden insgesamt 17.410 Tiere als PI diagnostiziert, das entspricht einem Anteil von 0,14 % an der Gesamtpopulation bzw. 0,36 % an der Zahl der in diesem Zeitraum geborenen Kälber. PI Tiere wurden in 6.016 Beständen festgestellt, das entspricht einem Anteil von 4,11 %.

Download für detailliertere Angaben:

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 Relevante Rechtsvorschriften 

  • Verordnung über anzeigepflichtige Tierseuchen
  • Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe-Virus (BVDV-Verordnung)
  • Bekanntmachung der amtlichen Methodensammlung für die Untersuchung der Bovinen Virusdiarrhoe
     

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