AG Internationale Tiergesundheit
Standort: Insel Riems
Die Arbeitsgruppe Internationale Tiergesundheit (AG-ITG) wurde Januar 2007 am Friedrich-Loeffler-Institut etabliert und besteht aus einem vierköpfigen Team. Den Anstoß für die Bildung der AG-ITG gab die rasante Verbreitung der hochpathogenen aviären Influenza vom Subtyp H5N1, über Eurasien nach Europa, Nord- und Westafrika.
Viele Länder haben kaum Möglichkeiten, Seuchen aus eigener Kraft adäquat zu bekämpfen, meist sind auch die Laborkapazitäten völlig unzureichend. Daher übernimmt die AG-ITG Aufgaben in Drittländern, hauptsächlich in Afrika oder Asien und dies vorwiegend auf Anfrage im Rahmen von Entwicklungshilfeprojekten. Abhängig von der Art der Anfrage werden Teammitglieder ausgewählt, der Anfrage entsprechend vorbereitet und in verschiedenen Ländern eingesetzt.
Die Aufgabenstellung kann sehr variabel sein und von Beratungen zur Prävention und Überwachung von Tierkrankheiten bis hin zur Krisenkommunikation reichen, sowie zu Strategien der Entschädigung von Tierverlusten beitragen und Ausbildungen in Diagnostik und Epidemiologie verschiedener Tierseuchenerreger abdecken.
Anfragen kommen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), dem International Livestock Research Institut (ILRI) in Nairobi, vom FAO Animal Health Department (AGAH) in Rom, der International Atomic Energy Agency (IAEA) in Wien, sowie von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Kooperationen bestehen mit verschieden deutschen und afrikanischen Universitäten, mit dem Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer (CIRAD) in Montpellier, Frankreich, dem Royal Veterinary College (RVC) in London, Großbritannien und dem italienischen Instituto Zooprofilattico Sperimentale delle Venezie (IZSV) in Padua, Italien.
Die AG-ITG entwirft aber auch eigene Projekte. Aktuell sind zwei Projekte zum Thema bovine Tuberkulose im südlichen und östlichen Afrika bei der EU und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in der Implementierungsphase.
Schließlich ist die AGITG bei der Organisation des Aufenthaltes von Gastwissenschaftlern am FLI beteiligt.
Alle Institute des FLI arbeiten in bestimmten Projekten bereits mit Forschungseinrichtungen in anderen Ländern zusammen. Die AGITG kann und will die Kooperationen über Grenzen und Kontinente hinweg ausbauen und die Kontaktaufnahme für andere Wissenschaftler erleichtern.