Tierseuchengeschehen

Schmallenberg-Virus
Neues Orthobunyavirus bei Rindern
Das FLI hat erstmals das Auftreten eines Virus des Genus Orthobunyavirus bei Rindern in Deutschland nachgewiesen. Vergleichende Analysen des Erbmaterials lassen vermuten, dass es sich um ein Virus aus der Gruppe der Akabane-ähnlichen Viren handelt. Das Virus wird aufgrund der Probenherkunft vorläufig als „Schmallenberg-Virus“ bezeichnet. Weitere Untersuchungen zur Charakterisierung des Virus und zur Epidemiologie folgen.

Zur aviären Influenza (HPAIV H5N1)
04. Oktober 2011: Bewertung des Risikos der Einschleppung sowie des Auftretens von hochpathogenem aviären Influenzavirus des Subtyps H5N1 (HPAIV H5N1) in Geflügelbeständen in der Bundesrepublik Deutschland.

Usutu-Virus bei Amseln
Bei einer in Süddeutschland (Südhessen) tot aufgefundenen Amsel wurde Usutu-Virus (USUV) nachgewiesen. Der Nachweis erfolgte am 13.09.2011 im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg. Am 14.09.2011 wurde am Friedrich-Loeffler-Institut USUV auch in vier 4 toten Amseln aus dem Raum Mannheim entdeckt. Ob diese Infektion mit der beobachteten erhöhten Mortalität von Amseln in der Region in Verbindung steht, wird untersucht.

Afrikanische Schweinepest
Juli 2011: Risikobewertung zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Zusammenhang mit der Ausfuhr von lebenden Schweinen aus der Bundesrepublik Deutschland in die Russische Föderation

Ausbruch der niedrigpathogenen aviären Influenza (LPAI) in Nordrhein-Westfalen
Am 27.05.2011 wurde durch das Nationale Referenzlabor für Geflügelpest am Friedrich-Loeffler Institut (FLI) der Verdacht auf das Vorliegen von niedrigpathogener aviärer Influenza (LPAI) vom Subtyp H7 in einem Geflügelzuchtbetrieb mit 20.000 Hühner-Mastelterntieren sowie 400.000 Bruteiern im Kreis Gütersloh bestätigt. Am selben Tag wurde der Verdacht auf aviäre Influenza (AI) in drei weiteren Betrieben aus Gütersloh mitgeteilt. Auch in diesen Betrieben wurde LPAI vom Subtyp H7 durch das FLI bestätigt.

Blauzungenkrankheit in Deutschland
Mai 2011: Das FLI empfiehlt in seiner aktuellen Stellungnahme, die Impfung gegen Blauzungenkrankheit in Deutschland im Jahr 2011 auf freiwilliger Basis weiterzuführen. Falls nur Teilpopulationen geimpft werden können, sollten vorzugsweise nicht geimpfte Jungtiere immunisiert werden. Da Schafe besonders unter der BTV-8-Infektion leiden, wird deren Impfung besonders empfohlen.

Ansteckende Blutarmut der Einhufer in Deutschland
Seit dem 01.09.2010 wurde bei sieben aus Rumänien stammenden Pferden die ansteckende Blutarmut der Einhufer festgestellt. Fünf infizierte Tiere wurden in Hessen aufgespürt und je eines in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die Tiere waren vermutlich ohne die erforderlichen Gesundheitszeugnisse und Untersuchungsergebnisse nach Deutschland transportiert worden...

Hantavirus-Erkrankungen in Deutschland
August 2010: In diesem Jahr wurden bis zum 4. August insgesamt 1.318 labordiagnostisch bestätigte Fälle von Hantavirus-Erkrankungen registriert, wobei die Mehrzahl der Fälle auf Baden-Württemberg (739) und Bayern (249) entfielen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (98), Hessen (94) und Niedersachsen (76) (Quelle: RKI: SurvStat, http://www3.rki.de/SurvStat, Datenstand: 4.08.2010). ...

Maul- und Klauenseuche in Südkorea : Hinweise des FLI
April 2010: Die aktuellen und andauernden Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche in Südkorea (seit Anfang Januar 2010) und in Japan (seit Mitte April 2010) werden vom Weltreferenzlabor für Maul- und Klauenseuche (IAH, Pirbright, VK) als Hinweis auf einen erheblichen und ansteigenden Infektionsdruck aus endemisch infizierten asiatischen Ländern angesehen...

Zur Neuen Grippe A/H1N1 ("Schweinegrippe")
Dezember 2009: Ende April 2009 meldeten Mexiko und die USA auffällige Grippeerkrankungen bei Menschen, in deren Folge es in Mexiko auch zu Todesfällen kam. Es wurde eine Infektion mit Influenza A Virus vom Subtyp H1N1 festgestellt, das Ähnlichkeiten mit bei Schweinen vorkommenden Influenzaviren aufweist. ...

Tuberkulose beim Rind
Die weltweit verbreitete Tuberkulose beim Rind wird durch das Bakterium Mycobacterium bovis verursacht. Sie kann vom Rind auf den Menschen übertragen werden und zählt somit zu den Zoonosen. Infektionen des Menschen kommen in Deutschland heute nur noch selten vor, ...
