transparent

Suche::

Loading

Übersicht Ergebnisliste

Forschungsaktivitäten

Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger

Die Liste der Forschungsprojekte basiert auf einer Abfrage der Forschungsdatenbank des BMELV nach dem jeweiligen FLI-Institut.

Aufgelistet werden die Titel und die Kurzfassungen in deutscher und, sofern vorhanden, auch englischer Sprache. Durch Klick auf den Titel werden Ihnen alle Angaben zu der jeweiligen Forschungsaktivität angezeigt.

:



zurück zum Suchergebnis

Nationales Referenzlabor für West-Nil-Virus

Einrichtung:

Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI)

Institut / Abteilung:

Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger (INNT),

Beschreibung / Ziel (dt.):

Das West-Nile-Virus (WNV) ist ein „arthropod-borne“ (Arbo-)Virus innerhalb der Gattung Flavivirus in der Familie der Flaviviridae. Es gehört zur Gruppe der Japan-Enzephalitis-Viren, wird durch Moskitos übertragen und besitzt ein hohes zoonotisches Potential. Infizierte Wildvögel fungieren als Virusreservoir. Durch veränderte Klimabedingungen und die bereits vorhandenen Hauptvektoren des WNV (Culex pipiens-Stechmücken) im Süden Deutschlands ist nicht auszuschließen, dass sich dieser Erreger nach einem Eintrag halten und verbreiten kann. Gleichzeitig zeigt der Ausbruch von WNV bei Wildvögeln in Österreich im Herbst 2008 und bei Pferden in Italien 2008 und 2009, dass sich das Virus immer weiter nordwärts ausbreitet. Auch im Jahr 2009 wurde das aktive Überwachungsprogramm an Hunderten von Proben von Vögeln und Pferden am FLI weitergeführt. Im Ergebnis dieser Studie konnten WNV-spezifische Antikörper bei mittel- bis langstreckenziehenden Zugvögeln nachgewiesen wurden, Bei Standvögeln, Wirtschaftsgeflügel in Freilandhaltung oder bei Pferden gab es keine Antikörperfunde. Ebensowenig wurden WNV-spezifische Nukleinsäuren in den untersuchten Proben nachgewiesen. Seit Mai 2009 ist ein konventioneller Tot-Impfstoff (Innovator® Fort Dodge) für den Einsatz bei Pferden in Deutschland zugelassen. Am NRL wurden deshalb erste Verlaufstudien zur Antikörperbildung nach Vakzination bei Pferden mittels des Serum-Neutralisationstest durchgeführt. Zur Verbesserung der Diagnostik, vor allem zum Einsatz als Screening-Verfahren und zur Anwendung bei sehr geringen Pobenvolumina (insbesondere von Wildvögeln) wurde ein indirekter ELISA auf der Basis von rekombinantem Protein entwickelt. Gleichzeitig befinden sich derzeit 2 ELISA-Verfahren für WNV-Antikörper in der nationalen Zulassung.

Internetadresse

http://www.fli.bund.de

Bezug: BMELV-Forschungsplan 2008

Die Forschungsaktivität leistet

Hauptbeitrag zur Hauptaufgabe

5.9: Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Verfahren zur Diagnostik, Prophylaxe und Bekämpfung bei Tierseuchen, Zoonosen und anderen, auch neuer oder neu auftretender Infektionskrankheiten bei Tieren einschließlich vektorübertragenen Infektionskrankheiten

Nebenbeiträge für Hauptaufgaben:
5.8: Entwicklung von Modellen zur Risikoanalyse für Tierseuchen- und Zoonoseerreger sowie Risikobewertung und -kommunikation für Tierseuchen und Zoonosen
5.10: Entwicklung von modernen Diagnostika und Impfstoffen für Tierseuchen und Zoonosen sowie Entwicklung von Arzneimitteln für Krankheiten bei wirtschaftlich weniger bedeutenden Tierarten wie Fischen, Bienen etc.
5.14: Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Datenbanken zur Überwachung des Gesundheitsstatus von Tieren und Pflanzen sowie des Verkehrs mit Tieren und Waren tierischer und pflanzlicher Herkunft
5.19: Entwicklung von Methoden der Risikofrüherkennung, der Risikowahrnehmung und der Risikofolgenabschätzung als Grundlage einer angemessenen Risikokommunikation

Beginn: 1 / 2001

Ende: 12 / 2012

Daueraufgabe: Ja

Status: laufend

Es handelt sich um kein Drittmittelprojekt!