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FSI-Untersuchungen zur Empfänglichkeit von ausgewählten Vogelspezies und Säugetieren für das in Deutschland isolierte HPAIV H5N1
Einrichtung:
Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI)
Institut / Abteilung:
Institut für Virusdiagnostik (IVD),
Beschreibung / Ziel (dt.):
Das in Deutschland bei Wildvögeln aufgetretene HPAIV H5N1 zeichnet sich im Unterschied zu anderen Influenzaviren durch eine außerordentlich hohe Virulenz in Verbindung mit einem breiten Spezies-Tropismus aus. Es ist nicht nur in der Lage unterschiedlichste Vogelarten und Säugetiere zu infizieren, sondern induziert häufig klinische Symptome, die als äußeres, deutliches Zeichen der Virusausscheidung anzusehen sind. Unter experimentellen als auch natürlichen Bedingungen werden beispielsweise von infizierten Katzen Virusmengen ausgeschieden, die für die Übertragung der Infektion auf nicht infizierte Kontakttiere ausreichen. Dies wurde bisher bei anderen Influenzaviren nicht beobachtet. Um mehr Einsicht über die Mechanismen der Virusvermehrung, Zelltropismus, Virusausscheidung, Inkubationsperiode etc. zu gewinnen, sind experimentelle Infektionen notwendig. Bei den experimentellen Infektionen werden zudem Untersuchungen zur molekularen und biologischen Charakterisierung durchgeführt, um zu klären, ob von den infizierten Tieren erneut hochpathogenes Virus ausgeschieden wird. Da der klinische Verlauf der H5N1-Infektion bei den unterschiedlichen Spezies zwischen asymptomatischer Infektion, milden respiratorischen Erscheinungen und schwerer systemischer Krankheit mit 100% Mortalität variiert, sind detaillierte Untersuchungen für die einzelnen ausgewählten Spezies notwendig. Innerhalb des Wirtschaftsgeflügels werden Untersuchungen insbesondere bei Huhn, Hausente, Hausgans und Pute durchgeführt. Entsprechend ihrer Verfügbarkeit werden ebenfalls Infektionen bei ausgewählten Singvögeln durchgeführt. Innerhalb der Säugetiere werden experimentelle Infektionen bei ausgewählten, für die Virusverbreitung bzw. Übertragung auf den Menschen möglicherweise besonders relevanten Tierspezies durchgeführt, darunter Katzen und Hunde.
Internetadresse
Mitwirkende Institutionen
IMB
Bezug: BMELV-Forschungsplan 2008
Die Forschungsaktivität leistet
Hauptbeitrag zur Hauptaufgabe
2.15: Untersuchungen zur Prävention und Bekämpfung von Tierkrankheiten sowie den wirtschaftlichen Folgen von Tierseuchen
Nebenbeiträge für Hauptaufgaben:
5.8:
Entwicklung von Modellen zur Risikoanalyse für Tierseuchen- und Zoonoseerreger sowie Risikobewertung und -kommunikation für Tierseuchen und Zoonosen
5.9:
Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Verfahren zur Diagnostik, Prophylaxe und Bekämpfung bei Tierseuchen, Zoonosen und anderen, auch neuer oder neu auftretender Infektionskrankheiten bei Tieren einschließlich vektorübertragenen Infektionskrankheiten
Beginn: 10 / 2006
Ende: 9 / 2009
Daueraufgabe: Nein
Status: abgeschlossen
Es handelt sich um kein Drittmittelprojekt!
