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FSI-Referenzmaterialien für die Validierung und Qualitätssicherung der Diagnostik der aviären Influenza
Einrichtung:
Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI)
Institut / Abteilung:
Institut für Virusdiagnostik (IVD),
Beschreibung / Ziel (dt.):
Sowohl für die aktuelle Diagnostik als auch für die Entwicklung und Validierung neuer diagnostischer Methoden wird Referenzmaterial (Virusstämme, Virus-RNA, Antiseren) benötigt. Ebenso erfordern die unter epidemiologischen Gesichtspunkten durchzuführenden Untersuchungen über die Herkunft, Veränderung und Verwandtschaftsbeziehungen von Erregern definiertes Referenzmaterial. Anzustreben ist eine analog der in der TSE-Forschungsplattform eingerichtete nationale Probenbank. Diese Probenbank für Aviäre Influenza (AI) muss folgende Materialien umfassen: a)Virusstämme ? alle H5N1-Virusisolate von verschiedenen Vogel- und anderen Spezies aus Deutschland und möglichst viele Isolate aus anderen Ländern, ? AIV-Referenzstämme und Isolate aller H- und N-Subtypen, insbesondere der Subtypen H5 und H7 aus Hausgeflügel und Wildvögeln, b)Seren ? Hyperimmunseren und Infektionsseren von verschiedenen Tierarten gegen AIV H5N1 sowie gegen AIV aller H- und N-Subtypen, ? Positive und negative Feldseren von möglichst vielen verschiedenen Vogel- und Geflügelarten c)monoklonale Antikörper, möglichst gegen alle H- und N-Subtypen d)Genom-Proben und umfangreiche Genomsequenzen e)Organ- und Abstrichmaterial von infizierten Tieren. Das Referenzmaterial wird im Rahmen der diagnostischen Tätigkeit des nationalen Referenzlabors, beim Wildvogelmonitoring, durch gezielte Tierexperimente und durch Austausch mit anderen Arbeitsgruppen gewonnen. Voraussetzung für eine breite erfolgreiche Nutzung ist die exakte Charakterisierung, Lagerung und Archivierung des Referenzmaterials mit Hilfe eines Labor-Informations-Management-Systems (LIMS). Bei Bedarf kann Material in Form von RNA-Genom, inaktivierten Antigenen, replikationsfähigen Virusstämmen und spezifischen Seren an andere Arbeitsgruppen oder Einrichtungen abgegeben werden (Lagerhaltung, LIMS, Plattform zur Probenverteilung). Sind in anderen Einrichtungen die veterinärhygienischen und sicherheitstechnischen Voraussetzungen für die Arbeit mit vermehrungsfähigen HP AIV nicht gegeben, können auch bestimmte Fragestellungen in Kooperation im FLI bearbeitet werden, wie z.B. die Prüfung und Validierung von Nachweismethoden für HPAIV.
Internetadresse
Bezug: BMELV-Forschungsplan 2008
Die Forschungsaktivität leistet
Hauptbeitrag zur Hauptaufgabe
5.9: Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Verfahren zur Diagnostik, Prophylaxe und Bekämpfung bei Tierseuchen, Zoonosen und anderen, auch neuer oder neu auftretender Infektionskrankheiten bei Tieren einschließlich vektorübertragenen Infektionskrankheiten
Nebenbeiträge für Hauptaufgaben:
2.15:
Untersuchungen zur Prävention und Bekämpfung von Tierkrankheiten sowie den wirtschaftlichen Folgen von Tierseuchen
Beginn: 9 / 2006
Ende: 8 / 2009
Daueraufgabe: Nein
Status: abgeschlossen
Es handelt sich um kein Drittmittelprojekt!
