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Diagnose von Fischkrankheiten
Einrichtung:
Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI)
Institut / Abteilung:
Institut für Infektionsmedizin (IMED),
Beschreibung / Ziel (dt.):
Das Nationale Referenzlaboratorium für Fischkrankheiten (NRL-F) hat die Diagnose virusbedingter Erkrankungen der Fische, vorrangig Fischseuchen, auf der Grundlage der Fischseuchen-Verordnung und der Gesetzgebung der Europäischen Union (EU) zu koordinieren und zu sichern. Anzeigepflichtige Fischseuchen sind die Virale Hämorrhagische Septikämie (VHS) und die Infektiöse Hämatopoetische Nekrose (IHN), zwei Krankheiten der Liste II der Aquakultur-Richtlinie der EU sowie die Infektiöse Anämie der Lachse (ISA), die in die Liste I eingeordnet wurde, aber in Deutschland bisher nicht aufgetreten ist. Seit Dezember 2005 besteht in Deutschland auch für die Koi-Herpesvirus -Infektion der Karpfen Anzeigepflicht.
Ergebnis (dt.)
Jährlich wurden etwa 30-50 Organproben und Isolate (Zellkulturpassagen) von Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) an das NRL-F zur Virusisolierung oder -identifizierung sowie zum Genomnachweis oder zur Genomanalyse eingesandt. Bei den isolierten und charakterisierten Viren handelte es sich um IHNV, VHSV, Virus der Sleeping Disease (SDV), Virus der Infektiösen Pankreasnekrose (IPNV) und um Birnavirus II. Ergänzend zu den in der EU-Gesetzgebung zugelassenen Nachweismethoden wurde zur Bestätigung der Befunde die RT-PCR eingesetzt. Entsprechend der Vorschriften aus der Richtlinie 93/53 (EWG) wurden epizootiologische Untersuchungen von VHSV- und IHNV-Isolaten durchgeführt, um die Herkunft von neuartigen Isolaten oder die Ursache von VHSV- und IHNV-Ausbrüchen zu ermitteln. Als Methode wurde die genetische Analyse der Virusisolate durch Sequenzierung ausgewählter Genombereiche eingesetzt. Insbesondere konnte bei zwei VHS-Fällen in der gleichen Region nachgewiesen werden, dass einmal eine Neueinschleppung vorlag, bei der anderen Teichwirtschaft aber ein Virustyp gefunden werden konnte, der schon in den Vorjahren nachweisbar und der auch bei Wildfischen aufzufinden war. Hier kann davon ausgegangen werden, dass eine regionale Epizootie vorliegt. In einem weiteren Fall konnte gezeigt werden, dass unzureichende Desinfektionsmaßnahmen die Ursache für Neuausbrüche waren.
Internetadresse
Mitwirkende Institutionen
Bezug: BMELV-Forschungsplan 2008
Die Forschungsaktivität leistet
Hauptbeitrag zur Hauptaufgabe
2.15: Untersuchungen zur Prävention und Bekämpfung von Tierkrankheiten sowie den wirtschaftlichen Folgen von Tierseuchen
Beginn: 1 / 2001
Ende: 12 / 2012
Daueraufgabe: Ja
Status: laufend
Es handelt sich um kein Drittmittelprojekt!
