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FSI-Entwicklung viraler Vektorvakzinen/Markervakzinen
Einrichtung:
Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI)
Institut / Abteilung:
Institut für Molekularbiologie (IMB),
Beschreibung / Ziel (dt.):
Zur Bekämpfung der Infektiösen Laryngotracheitis (ILT) und der ?Newcastle Disease? (ND) des Geflügels werden seit langem erfolgreich abgeschwächte ILT- bzw. ND-Lebendvirusimpfstoffe eingesetzt, die für eine Massenapplikation über Aerosol oder Trinkwasser geeignet sind. Es gelang uns bereits, die Hämagglutinin-Gene hoch pathogener aviärer Influenzaviren (HPAIV) aus früheren Geflügelpestausbrüchen in die Genome von ILTV und NDV zu inserieren und Hühner mit den erhaltenen H5- bzw. H7-exprimierenden Virusmutanten zuverlässig gegen experimentelle Belastungsinfektionen mit den entsprechenden HPAIV-Isolaten zu schützen. Darüber hinaus erlauben die Vektorvakzinen eine serologische Unterscheidung geimpfter und Influenzavirus-infizierter Tiere (DIVA-Prinzip). Da es nach bisherigen Erkenntnissen für einen optimalen Impfschutz gegen die Geflügelpest notwendig ist, Subtyp-spezifische Impfstoffe mit möglichst hoher Homologie zum Seuchenvirus einzusetzen, sollen die Gene der beiden Oberflächenproteine H5-Hämagglutinin und N1-Neuraminidase aus kürzlich gewonnenen deutschen HPAIV-Isolaten kloniert und sowohl einzeln als auch kombiniert in ILTV- und NDV-Vektoren exprimiert werden. Um eine möglichst hohe Expressionsrate der Fremdproteine zu erreichen, sollen unterschiedliche Einbauorte innerhalb des NDV-Genoms bzw. verschiedene ILTV-spezifische und heterologe Promotoren getestet werden. Nach Immunisierung von Geflügel mit den erhaltenen Virusrekombinanten soll dann vergleichend untersucht werden, welche Vektoren und welche Antigene bzw. Antigenkombinationen die schnellste und zuverlässigste Schutzwirkung gegen Belastungsinfektionen mit aktuellen HPAIV-Isolaten vermitteln. Daneben ist es wichtig zu prüfen, ob und in welchem Maße die geimpften Tiere noch Influenzavirus ausscheiden. Da für die Protein-Expression in ILTV auch permanent aktive eurkaryontische Promotoren in Betracht kommen, könnten die hierfür herzustellenden H5- und N1-Plasmide in parallelen Tierexperimenten auf ihre Eignung als DNS-Vakzinen getestet werden. Im Rahmen des Projekts werden auch in Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen (u.a. PEI) und Industrieunternehmen (u.a. Creatogen) neu entwickelte bzw. in der Entwicklung befindliche Markerimpfstoffe gegen HPAIV vergleichend mit den Eigenentwicklungen getestet. Das FLI ist derzeit die einzige Stelle in Deutschland, wo entsprechende Belastungsinfektionen mit HPAIV H5N1 Asia in relevanten Zielspezies (Huhn, Ente, Gans, Pute) durchgeführt werden können.
Internetadresse
Bezug: BMELV-Forschungsplan 2008
Die Forschungsaktivität leistet
Hauptbeitrag zur Hauptaufgabe
5.9: Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Verfahren zur Diagnostik, Prophylaxe und Bekämpfung bei Tierseuchen, Zoonosen und anderen, auch neuer oder neu auftretender Infektionskrankheiten bei Tieren einschließlich vektorübertragenen Infektionskrankheiten
Nebenbeiträge für Hauptaufgaben:
5.10:
Entwicklung von modernen Diagnostika und Impfstoffen für Tierseuchen und Zoonosen sowie Entwicklung von Arzneimitteln für Krankheiten bei wirtschaftlich weniger bedeutenden Tierarten wie Fischen, Bienen etc.
Beginn: 10 / 2006
Ende: 9 / 2009
Daueraufgabe: Nein
Status: abgeschlossen
Es handelt sich um kein Drittmittelprojekt!
