
Im Mittelpunkt der Arbeiten des Friedrich-Loeffler-Instituts stehen die Gesundheit und das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere und der Schutz des Menschen vor Zoonosen, d. h. von Tieren auf den Menschen übertragbaren Infektionen. Das FLI arbeitet hierbei in verschiedenen Fachdisziplinen wie Physiologie, Ethologie, Epidemiologie, Immunologie, Virologie, Bakteriologie und Parasitologie unter Einbeziehung verwandter Wissenschaften sowohl grundlagen- als auch praxisorientiert.
Ziele der Forschungen sind der Schutz vor Infektionskrankheiten durch eine bessere und schnellere Diagnose, die Erarbeitung von Maßnahmen zur Prävention sowie das Schaffen von Grundlagen für moderne Bekämpfungsstrategien bei Tierseuchen und Zoonosen, die Entwicklung tierschutzgerechter Haltungssysteme, der Erhalt der genetischen Vielfalt bei Nutztieren und die effiziente Verwendung von Futtermitteln für die Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel tierischer Herkunft.
Als Bundesforschungsinstitut und selbstständige Bundesoberbehörde des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erarbeitet das FLI im Rahmen der Politikberatung Gutachten und Stellungnahmen. Das Institut ist zudem nationale Zulassungsstelle für veterinärmedizinische Infektionsdiagnostika. Darüber hinaus unterstützt das FLI die zuständigen Behörden wissenschaftlich bei der Durchführung der Regelungen der EU-Tierschutz-Schlachtverordnung (gemäß Artikel 20 der Verordnung (EG) Nr. 1099/2009).
Derzeit arbeiten rund 900 Beschäftigte in elf Instituten an sechs Standorten am Friedrich-Loeffler-Institut.

Organisation
Vorstellung des Friedrich-Loeffler-Instituts
Leitung
Wissenschaftlicher Beirat
Verwaltung
Standorte und Gremien

Friedrich Loeffler
geb. 24. Juni 1852 in Frankfurt (Oder); gest. 9. April 1915 in Berlin
Der Mediziner, Hygieniker und Bakteriologe Friedrich Loeffler beschrieb im Jahre 1898 - nach Erteilung eines Auftrages durch das preußische Kultusministerium - den Erreger der Maul- und Klauenseuche (MKS) als filtrierbares, aber korpuskuläres, vermehrungsfähiges Agens. Er gilt somit als Mitbegründer der Virologie.
1910 begründete Friedrich Loeffler auf der Insel Riems die weltweit erste virologische Forschungsstätte.

Historie
Die Geschichte des Friedrich-Loeffler-Instituts und seiner Standorte
Nach seiner Gründung im Jahre 1910 hat das virologische Forschungsinstiut auf der Insel Riems viele Veränderungen durchlebt. Die größten Veränderungen traten sicherlich nach der Wende mit der Vereinigung der beiden Virus-Forschungsinstitute aus Ost- und West-Deutschland auf. Anschließend wurden durch Eingliederung anderer Forschungsinstitute mit langjähriger Expertise die Aufgabenfelder des heutigen Friedrich-Loeffler-Instituts erweitert.
Neben der Virusforschung werden heute am FLI mit seinen elf Insituten an sieben Standorten alle Aspekte der Tiergesundheit landwirtschaftlicher Nutztiere bearbeitet.

Loeffler-Haus
“Wiege der Virusforschung” - Eine Ausstellung zur 100-jährigen Geschichte des Friedrich-Loeffler-Instituts
Im ältesten Institutsgebäude am Hauptstandort Insel Riems, dem Loeffler-Haus, präsentiert das FLI Informationen zu seinem Gründer Friedrich Loeffler als Wissenschaftler und Familienvater sowie zur wechselvollen Geschichte des Instituts. Seit August 2011 öffnet das Loeffler-Haus regelmäßig für interessierte Besucher; aufgrund des begrenzten Raumes ist eine Anmeldung erforderlich.
