
Schmallenberg-Virus seit einem Jahr in Deutschland
Vor einem Jahr stellte das FLI erstmals Infektionen mit dem für Europa neuen Schmallenberg-Virus bei Rindern fest. Seitdem hat sich das Virus sehr schnell in 16 europäischen Ländern von Italien bis Norwegen ausgebreitet. Das FLI forscht weiterhin zu dem Thema und veröffentlicht wöchentlich aktuelle Fallzahlen für Deutschland. Über neueste Forschungsergebnisse berichten Wissenschaftler des FLI in der Oktoberausgabe des Fachmagazins „Emerging Infectious Diseases“.

Asiatische Buschmücke erobert Deutschland
Wissenschaftler des FLI auf der Insel Riems und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung, Müncheberg, wiesen im Süden von Nordrhein-Westfalen (NRW) und im Norden von Rheinland-Pfalz eine größere Population der asiatischen Buschmücke Aedes japonicus nach. Auf die Spur kamen sie der Mücke über Einsendungen von Insekten im Rahmen des Mit-Mach-Projektes „Mückenatlas“. Die asiatische Buschmücke ist nicht nur besonders aggressiv, sondern auch als Überträger des West-Nil-Virus und möglicherweise weiterer Viren bekannt.

Der Kleine Beutenkäfer Aethina tumida
Informationsbroschüre zum Download
Die vom FLI und dem CVUA erarbeitete Broschüre gibt Imkern und Tierärzten eine Leitlinie zur Biologie, Diagnose und Bekämpfung des Kleinen Beutenkäfer, Aethina tumida, in die Hand. Der Befall von Honigbienenvölkern mit Aethina tumida ist in Europa anzeigepflichtig. Noch ist dieser Bienenschädling in Europa nicht gefunden worden, es besteht jedoch die ernste Gefahr, dass er trotz Einfuhrbeschränkungen unbeabsichtigt eingeschleppt wird.

Forschungspreis der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft für Prof. Heiner Niemann
Im Rahmen des diesjährigen Deutschen Tierärztetages in Bremen verlieh die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e. V. (DVG) am vergangenen Freitag Prof. Dr. Heiner Niemann, Leiter des Instituts für Nutztiergenetik des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) in Mariensee, den Martin-Lerche-Forschungspreis. Mit der Auszeichnung würdigt die DVG die langjährige wissenschaftliche Tätigkeit Prof. Niemanns auf dem Gebiet der Reproduktion und Reproduktionsbiotechnologie bei Nutztieren. In der Laudatio wurde insbesondere das hohe internationale Ansehen des Preisträgers hervorgehoben.

FLI erhält zweites Referenzzentrum der Welternährungsorganisation FAO
Insel Riems, 05. Oktober 2012
Die Welternährungsorganisation FAO hat das FLI zum Referenzzentrum für Klassische Schweinepest ernannt. “Das FLI führt nun zwei Referenzzentren der FAO und verstärkt damit seine Aktivitäten auf internationaler Ebene weiter”, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Thomas C. Mettenleiter, Präsident des FLI. Im letzten Jahr hatte das Institut die Aufgaben eines FAO Referenzzentrums für Influenza bei Tieren und für die Newcastle Krankheit bei Geflügel übernommen.

Tiergesundheitsjahresbericht 2011 liegt vor
Mit dem Tiergesundheitsjahresbericht 2011 gibt das FLI zum zehnten Mal einen Überblick zur Situation der Tiergesundheit in Deutschland. Auf Grund der Meldefristen bzw. Auswertungen der Daten für einige Tierkrankheiten zur Mitte des Folgejahres erscheint der Bericht entsprechend zeitversetzt.

Deutsche Forscher unterstützen Welt-Tollwut-Tag
26. September 2012
Am 28. September findet zum 6. Mal der Welt-Tollwut-Tag statt, eine Initiative, die auf diese weltweit vorkommende Infektionskrankheit aufmerksam macht. Immer noch sterben jährlich mehrere 10.000 Menschen an Tollwut, die meisten davon in Asien und Afrika. Seit Beginn des Aktionstages 2007 wurden weltweit 182 Millionen Menschen über deren Gefahren aufgeklärt und 7,7 Millionen Hunde und Katzen geimpft.

Delegation der OIE auf der Insel Riems
20. September 2012
Eine Delegation der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE besuchte heute das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) auf der Insel Riems. Neben Informationen zur Geschichte und aktuellen Forschung des Instituts interessierten die 60 Teilnehmer vor allem die neuen Labor- und Stallgebäude des Instituts.

Präsident des FLI in den Vorstand der Europäischen Gesellschaft für Veterinärvirologie gewählt
Auf der alle drei Jahre stattfindenden Haupttagung der Europäischen Gesellschaft für Veterinärvirologie wurden am Donnerstag, 6. September 2012, in Madrid die fünf Mitglieder des Vorstands neu gewählt. Neben Vertretern aus Italien, Spanien, den Niederlanden und Belgien wird dem neuen Vorstand auch der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter, angehören. Die Gesellschaft hat europaweit mehr als 200 Mitglieder, die sich wissenschaftlich mit Virusinfektionen bei Tieren befassen.

5. Arbeitstagung Mykobakterieninfektionen
Tagungsankündigung
Die Arbeitsgruppe Mykobakterien im FLI veranstaltet gemeinsam mit der Fachgruppe Bakteriologie und Mykologie der DVG am 29. und 30. Januar 2013 die 5. Arbeitstagung des Nationalen veterinärmedizinischen Referenzlabors für Tuberkulose und des Nationalen Referenzlabors für Paratuberkulose in Jena. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf den Webseiten der Tagung.

Usutu-Virus bei Amseln
Am 24.07.2012 bestätigte das Nationale Referenzlabor für West-Nil-Virus am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) den Nachweis des Usutu-Virus (USUV) bei zwei verendeten Amseln aus Rheinland-Pfalz.

Jahresbericht des FLI 2011 erschienen
Der Jahresbericht 2011 gibt Einblicke in die Schwerpunktthemen und laufenden Projekte aus der Forschung des FLI, in seine behördlichen Aufgaben, wissenschaftlichen Kooperationen und weitere Themen. Er erscheint ausschließlich in elektronischer Form und steht zum Download zur Verfügung.

Milzbrand
Juli 2012
Am 12. Juli 2012 bestätigte das Nationale Referenzlabor für Milzbrand am FLI den Nachweis des Milzbranderregers in Proben aus einem Rinderbestand im Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt. Das FLI stellt Informationen zu dieser anzeigepflichtigen Tierseuche zur Verfügung.

FLI und Alfried Krupp Wissenschaftskolleg starten „Loeffler-Lecture“ in Greifswald
Das Friedrich-Loeffler-Institut und das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg laden am 19. Juni um 18 Uhr zum ersten Vortrag in der englischsprachigen Reihe der „Loeffler-Lecture“ ein. Als Referent wird Prof. Ron Fouchier von der Erasmus Universität in Rotterdam über Influenzaviren und mögliche neue Pandemien im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald sprechen.

Institut für Nutztiergenetik des FLI erfolgreich in Transregio Sonderforschungsbereich der DFG vertreten
Die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte Ende Mai dieses Jahres die Einrichtung eines Transregio Sonderforschungsbereiches (TR-SFB) zum Thema „Biologie xenogener Zellen und Organtransplantationen: vom Labor in die Klinik“. In diesem Projekt arbeiten die führenden deutschen Zentren zur Organtransplantation zusammen, darunter das Institut für Nutztiergenetik (ING) des Friedrich-Loeffler-Instituts in Mariensee.

Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts vergibt erstmals Förderpreise für Nachwuchswissenschaftler
5. Juni 2012
Auf seiner heutigen Mitgliederversammlung am Standort Jena hat der Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), erstmals Förderpreise für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts vergeben. In diesem Jahr wurden Herr Dr. Tariq Abbas, Frau Dr. Britta Möhl und Frau Dr. Anne Wegelt ausgezeichnet.

Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts in die wissenschaftliche Kommission der Weltorganisation für Tiergesundheit wiedergewählt
Während ihrer diesjährigen Generalversammlung wählte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am 25. Mai in Paris die Mitglieder der wissenschaftlichen Kommission für Tierkrankheiten. Prof. Dr. Dr. h. c. Thomas C. Mettenleiter wurde als Mitglied des sechsköpfigen Gremiums bestätigt und wird die OIE auch in den nächsten drei Jahren in Fragen der Tierseuchenbekämpfung und –prophylaxe beraten.

34. Workshop über Schimmelpilzgifte
14. - 16. Mai 2012 in der Stadthalle Braunschweig
Über 200 Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft aus dem In- und Ausland tagen vom 14. bis 16. Mai auf dem 34. Workshop über Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) in der Stadthalle Braunschweig. Auf dem Programm stehen Fragen der Analytik und des Nachweises von Mykotoxinen sowie zu deren Vorkommen in der Nahrungskette.

Forschen für die Tiergesundheit
Erfolgreicher Zukunftstag am Friedrich-Loeffler-Institut
An fünf Standorten des Friedrich-Loeffler-Instituts - Insel Riems, Wusterhausen, Braunschweig, Celle und Mariensee - schnupperten am diesjährigen Girls`und Boys`Day bzw. Mädchen- und Jungen-Zukunftstag Schülerinnen und Schüler Labor- und Stallluft.

Mückenatlas ist online
Interessierte Bürger können Forschung unterstützen
Welche Mückenarten kommen wann und wo in Deutschland vor? Dieser Frage gehen Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. nach. Ab heute, 27. April 2012, können interessierte Bürgerinnen und Bürger als „Mückenjäger“ aktiv werden und gefangene Stechmücken einschicken.

Friedrich-Loeffler-Institut und Universität Lubumbashi (Kongo) schließen Kooperationsvertrag zur Forschung
Wissenschaftler aus Afrika zu Gast auf der Insel Riems
Infektionskrankheiten, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden können (Zoonosen), stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Forschungsaktivitäten des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) und der Universität von Lubumbashi (UNILU) in der Demokratischen Republik Kongo. Gestern wurde dazu im historischen Loeffler-Haus des Instituts ein Kooperationsvertrag zur Forschung geschlossen.

Blauzungenkrankheit in Deutschland
März 2012: Seit dem 15. Februar 2012 ist Deutschland offiziell frei von der Blauzungekrankheit. In seiner aktuellen qualitativen Risikobewertung analysiert das FLI das Risiko des Wiederauftretens der Blauzungenkrankheit in Deutschland.

Atypische BSE bei einer Kuh aus Deutschland in der Schweiz festgestellt
Bei einer in Deutschland geborenen Kuh wurde vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) in der Schweiz Anfang März das Vorliegen einer atypischen BSE festgestellt. Das Tier der Rasse Deutsche Angus wurde 2005 in Deutschland geboren und Ende 2006 in die Schweiz verkauft.

Schmallenberg-Virus erstmals sichtbar gemacht
Forschern des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems ist es gelungen, das sogenannte „Schmallenberg-Virus“ erstmals sichtbar zu machen. Die Arbeitsgruppe für Elektronenmikroskopie um Dr. Harald Granzow am Institut für Infektionsmedizin des FLI auf der Insel Riems stellte den Erreger durch hochauflösende elektronenmikroskopische Analysen aus infizierten Zellen dar.

2012 – ein erneutes Rötelmaus- und Hantavirusjahr?
Gemeinsame Mitteilung von JKI, RKI, FLI und Nationalem Konsiliarlaboratorium für Hantaviren an der Charité
Wissenschaftler und Forstbehörden sehen Anzeichen für ein möglicherweise vermehrtes Auftreten von Hantavirus-Infektionen in diesem Jahr. Diese vor allem von Rötelmäusen übertragene Infektionskrankheit verläuft meistens mild mit grippeähnlichen Symptomen, in Einzelfällen kann es allerdings zu schweren Verlaufsformen mit Nierenfunktionsstörungen kommen, die durch Dialyse behandelt werden müssen.

Pandemien frühzeitig erkennen und verhindern – Projektstart für „ANTIGONE"
Im Rahmen eines Forschungsverbundes zur schnelleren Erkennung und besseren Bekämpfung von Infektionserregern, die zu einem Gesundheitsrisiko für den Menschen werden können, starten im Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), am Standort Jena Forschungsarbeiten über das im letzten Jahr neu aufgetretene Darmbakterium EHEC O104:H4, den Erreger des Q-Fiebers Coxiella burnetii und den Pesterreger Yersinia pestis. Diese Projekte sind Teil des internationalen Forschungsverbundes „ANTIGONE“ (ANTIcipating the Global Onset of Novel Epidemics – Früherkennung des globalen Auftretens neuartiger Epidemien), der von der EU mit 12 Millionen Euro aus dem Forschungsrahmenprogramm gefördert wird.

Projektstart: 3R-Methoden zum Ersatz und zur Verbesserung gesetzlich geforderter Tierversuche
Prüfmethoden für immunologische Arzneimittel basieren auch heute in vielen Bereichen noch auf Tierversuchen. Mit Hilfe des 3R-Konzepts (Replacement, Reduction und Refinement) können der Einsatz und das Leiden von Tieren im gesetzlich geforderten Experiment verringert oder vollständig vermieden werden. Zu diesem Zweck arbeiten das Paul-Ehrlich-Institut, das Friedrich-Loeffler-Institut und das Lehr- und Versuchsgut Oberschleißheim der Ludwig-Maximilians-Universität München in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund zusammen.

Nachwuchswissenschaftler aus Argentinien für ein Jahr am FLI
Georg Forster-Stipendiat Dr. Gaston Moré erforscht Rinderparasiten
Seit kurzem forscht Dr. Gaston Moré aus La Plata, Provinz Buenos Aires in Argentinien, als Gastwissenschaftler im Institut für Epidemiologie des Friedrich-Loeffler-Instituts am Standort Wusterhausen in der Arbeitsgruppe von Dr. Gereon Schares. Hier versucht er, neue Verfahren zum Nachweis und zur Differenzierung von verschiedenen Sarcocystis-Arten beim Rind zu entwickeln. Der Forschungsaufenthalt von Dr. Moré wird durch ein Georg Forster-Stipendium für überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler der Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht.

Invasive Stechmücken in Deutschland
Wissenschaftler des FLI und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg wiesen im Rahmen eines gemeinsamen Projektes zur deutschlandweiten Erfassung von Stechmücken drei nicht-einheimische Mückenarten im Oberrheingebiet in Baden-Württemberg nach. Wie die Datenauswertung jetzt zeigte, gingen die Mückenweibchen im Juli und August 2011 in die Fallen. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachmagazin Eurosurveillance veröffentlicht.

Auszeichnung des „Veterinary Journal" für FLI-Doktorandin
Wie das internationale Fachmagazin „The Veterinary Journal“ kürzlich bekannt gab, wurde Dr. Judith Wagner, ehemalige Doktorandin des Instituts für Molekulare Pathogenese am Friedrich-Loeffler-Institut, gemeinsam mit ihren Co-Autoren mit dem Nachwuchspreis 2011 ausgezeichnet. Sie erhält den „Junior Scientist Prize“ für ihren Artikel über die Auswirkungen der Infektion mit dem PRRS-Virus, das bei Schweinen das porzine Reproduktive und Respiratorische Syndrom auslöst.

Projektstart: Bedeutung von Clostridium botulinum bei chronischen Krankheitsgeschehen
Seit geraumer Zeit wird in Deutschland sehr kontrovers über die Ursachen für einen in Rinderherden auftretenden schleichenden Gesundheitsverfall diskutiert. Daher arbeiten ab jetzt die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in einem Forschungsverbund zusammen.

Aktuelle Informationen zum „Schmallenberg-Virus“
Das FLI stellt auf einer Internetseite aktuelle Fallzahlen, Karten und weitere Informationen zum „Schmallenberg-Virus" zur Verfügung. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

Publikation über ersten Nachweis des “Schmallenberg-Virus” in Europa erschienen
Wissenschaftler des FLI berichten in der Märzausgabe des Fachmagazins „Emerging Infectious Diseases“ über das Ende 2011 von ihnen erstmals bei Rindern in Deutschland nachgewiesene sogenannte „Schmallenberg-Virus“. Der Artikel steht vorab online zur Verfügung:

Gesamtstatistik zur BVD-Bekämpfung in Deutschland 2011
Berichtszeitraum: 01.01. - 31.12.2011
Seit dem 1. Januar 2011 ist die „Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe Virus“ (BVD-VO), die die Grundsätze einer bundeseinheitlichen Bekämpfung der BVD auf verpflichtender Grundlage regelt, in Kraft. Zentraler Punkt des Bekämpfungsprogramms ist die Feststellung und Elimination persistent mit BVD-Virus infizierter Tiere (PI-Tiere). PI-Tiere werden in einer zentralen Datenbank, der HI-Tier erfasst. Das FLI stellt auf der Grundlage dieser Daten eine Gesamtstatistik für das Jahr 2011 zur Verfügung.

Factsheet zum „Schmallenberg-Virus“
Stand: 20. Januar 2012
Bisher sind in Deutschland 32 Fälle von „Schmallenberg-Virus“ festgestellt worden. Das FLI stellt eine Information zum „Schmallenberg-Virus“ mit Angaben zum Erreger, zum klinischen Bild und zum labordiagnostischen Nachweis als Download zur Verfügung.

Update - Mitteilung des Friedrich-Loeffler-Instituts zum „Schmallenberg Virus“
Zugangsnummern für Gesamtgenomsequenz verfügbar
Stand: 16. Januar 2012

Mitteilung des FLI zum "Schmallenberg Virus"
FLI stellt Virusisolat, Sequenzinformationen und Nachweismethode für die Wissenschaft zur Verfügung
Nach der Entdeckung eines neuen Orthobunyavirus, das vorläufig als „Schmallenberg Virus“ bezeichnet wurde, erhielt das FLI eine Vielzahl von Anfragen nach dem Virusisolat, dem Protokoll der von uns neu entwickelten und im Haus validierten real-time RT-PCR sowie für die Offenlegung von Sequenzinformation über das virale Genom. Als ein vom Bund finanziertes Ressortforschungsinstitut sehen wir es als angemessen an, das von uns isolierte Virus, das Protokoll für den Genomnachweis sowie Sequenzinformation über das virale Genom allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen, die zum Verständnis dieser neuen Infektion beitragen wollen.

FLI schließt Standort in Tübingen
Fachinstitut für Immunologie setzt Arbeit auf der Insel Riems fort
Insel Riems, 21. Dezember 2011. Zum Jahresende schließt das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), seinen Standort in Tübingen. Anfang der 1950er Jahre war dort die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV) als westdeutsches Pendant zum FLI auf der Insel Riems gegründet worden. Zuletzt forschte das Institut für Immunologie in Tübingen, das seine Arbeit nun am Hauptsitz des FLI fortsetzt.

Schmallenberg-Virus
Neues Orthobunyavirus bei Rindern
Im November 2011 stellte das FLI erstmals das Auftreten eines neuen Orthobunyvirus bei Rindern in Deutschland fest. Nun nahm das Institut eine Einstufung der Sicherheitsklasse des vorläufig als "Schmallenber-Virus" bezeichneten Erregers vor. Für alle Laborarbeiten sollte das Virus in die Risikogruppe 2 gestuft werden, für tierexperimentelle Arbeiten in die Risikogruppe 3. Die Information zur Einstufung steht zum Download zur Verfügung.

Neues Orthobunyavirus bei Rindern in Deutschland nachgewiesen
Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), hat erstmals das Auftreten eines Virus des Genus Orthobunyavirus bei Rindern in Deutschland nachgewiesen. Vergleichende Analysen des Erbmaterials lassen vermuten, dass es sich um ein Virus aus der Gruppe der Akabane-ähnlichen Viren handelt. Das Virus wird aufgrund der Probenherkunft vorläufig als „Schmallenberg-Virus“ bezeichnet. Weitere Untersuchungen zur Charakterisierung des Virus und zur Epidemiologie folgen.

Neues aus der Tierseuchendiagnostik in Deutschland
5. Riemser Diagnostiktage in Greifswald
Insel Riems, 05. Dezember 2011. Wie erkennt man Maul- und Klauenseuche beim Wildschwein? Was ist das “Schmallenberg-Virus”? Welche Tierseuchen könnten in Zukunft bei uns diagnostiziert werden? Diese und andere Fragen stehen auf dem Programm der 5. Riemser Diagnostiktage am 8. und 9. Dezember im Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg in Greifswald.

Statistik zur BVD-Bekämpfung in Deutschland
Seit dem 1. Januar 2011 ist die „Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe Virus“ (BVD-VO), die die Grundsätze einer bundeseinheitlichen Bekämpfung der BVD auf verpflichtender Grundlage regelt, in Kraft. Zentraler Punkt des Bekämpfungsprogramms ist die Feststellung und Elimination persistent mit BVD-Virus infizierter Tiere (PI-Tiere). PI-Tiere werden in einer zentralen Datenbank, der HI-Tier erfasst. Das FLI stellt auf der Grundlage dieser Daten eine zusammenfassende Statistik mit Stand 30.9.2011 zur Verfügung.

Präsident des FLI zum Mitglied der königlich belgischen Akademie für Medizin gewählt
Insel Riems, 15. November 2011
Auf ihrer Herbstsitzung in Brüssel wählte die königlich belgische Akademie für Medizin den Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Instituts, Prof. Thomas C. Mettenleiter, zum ausländischen korrespondierenden Mitglied (membre correspondant étranger). Er wird der Sektion VI „Veterinärwissenschaften“ angehören.

Neue Ausgabe des LabLoeffler erschienen
Das neueste Heft informiert unter anderem über die Ergebnisse der Ringversuche für BSE und Scrapie, Echinokokkose und Milchserologie, über Aktuelles zur Blauzungenkrankheit, zum West-Nil-Virus und zur Maul- und Klauenseuche.

Aktuelle Risikobewertung zu HPAI H5N1 (Vogelgrippe) in Deutschland
Das Risiko der Einschleppung sowie des Auftretens von hochpathogenem aviären Influenzavirus des Subtyps H5N1 (HPAIV H5N1) in Geflügelbeständen in der Bundesrepublik Deutschland hat sich nach der aktuellen Bewertung des FLI in den letzten acht Monaten nicht geändert. Zwar kam es seit Februar 2011 in Kambodscha, Indien, Israel, Japan, Südkorea, der Mongolei, Myanmar und den Autonomen Gebieten Palästinas zu Neuausbrüchen beim Geflügel und bei Wildvögeln, in Europa traten jedoch keine Fälle auf. Neben der Risikoabschätzung für Deutschland gibt die Risikobewertung einen Überblick der aktuellen Situation weltweit.

Auftreten von Usutu-Virus in Süddeutschland
Bei einer in Süddeutschland (Südhessen) tot aufgefundenen Amsel wurde Usutu-Virus (USUV) nachgewiesen. Der Nachweis erfolgte am 13.09.2011 im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg. Am 14.09.2011 wurde am Friedrich-Loeffler-Institut USUV auch in vier 4 toten Amseln aus dem Raum Mannheim entdeckt. Ob diese Infektion mit der beobachteten erhöhten Mortalität von Amseln in der Region in Verbindung steht, wird untersucht.

FLI zum Referenzzentrum der Welternährungsorganisation FAO ernannt
Ab sofort übernimmt das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), die Funktion eines Referenzzentrums der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung FAO für Influenza bei Tieren und die Newcastle Krankheit. "Damit festigen wir die Zusammenarbeit mit der FAO und bauen unsere internationalen Aktivitäten weiter aus”, so der Präsident des FLI, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter. Die Kooperation läuft zunächst für vier Jahre und kann nach positiver Bewertung verlängert werden.

Zinkfinger-Enzyme setzen Gen von Schweinen außer Kraft
Neue Möglichkeiten für Organtransplantation und Krankheitstherapie
Insel Riems, 15. August 2011. Wissenschaftlern des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) am Institut für Nutztiergenetik in Mariensee gelang es jetzt in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Biotechnologie-Firma Sangamo weltweit erstmals, durch den Einsatz von sogenannten Zinkfinger-Enzymen das Gen für den wichtigsten Abstoßungsfaktor im Erbmaterial des Schweins dauerhaft auszuschalten und Schweine ohne diesen Faktor zu züchten.

Tiergesundheitsjahresbericht 2010 online erschienen
Das FLI legt den Tiergesundheitsjahresbericht 2010 mit Ergebnissen von epidemiologischen und labordiagnostischen Untersuchungen, von Bekämpfungsmaßnahmen sowie mit der Einschätzung zur Gefährdung von Tieren und Menschen zu ausgewählten Tierseuchen/Tierkrankheiten im vergangenen Jahr vor.

Ausstellung im Loeffler-Haus auf der Insel Riems öffnet regelmäßig
Einblicke in 100 Jahre Institutsgeschichte
Ab Mitte August wird auf der Insel Riems die Ausstellung zur 100-jährigen Geschichte des Friedrich-Loeffler-Instituts regelmäßig jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 13.00-16.30 Uhr für Besucher geöffnet. Im ältesten Institutsgebäude, dem Loeffler-Haus, werden Informationen zum Institutsgründer Friedrich Loeffler als Wissenschaftler und Familienvater sowie zur wechselvollen Geschichte des Instituts präsentiert.

Ringversuch zur Echinokokkose 2011
Ergebnisse vorgelegt
Das Nationale Referenzlabor für Echinokokkose des Friedrich-Loeffler-Instituts gibt die Auswertung des Ringversuchs zur Echinokokkose-Diagnostik (Nachweis von Echinococcus spp. in der Darmschleimhaut eines Endwirts) 2011 bekannt.

Jahresbericht des FLI 2010 erschienen
Der Jahresbericht 2010 gibt Einblicke in die Schwerpunktthemen und laufenden Projekte aus der Forschung des FLI, in seine behördlichen Aufgaben, wissenschaftlichen Kooperationen und weitere Themen. Erstmals erscheint er ausschließlich in elektronischer Form und steht zum Download zur Verfügung.

Ausbruch der niedrigpathogenen aviären Influenza (LPAI) in Nordrhein-Westfalen
Am 27.05.2011 wurde durch das Nationale Referenzlabor für Geflügelpest am Friedrich-Loeffler Institut (FLI) der Verdacht auf das Vorliegen von niedrigpathogener aviärer Influenza (LPAI) vom Subtyp H7 in einem Geflügelzuchtbetrieb mit 20.000 Hühner-Mastelterntieren sowie 400.000 Bruteiern im Kreis Gütersloh bestätigt. Am selben Tag wurde der Verdacht auf aviäre Influenza (AI) in drei weiteren Betrieben aus Gütersloh mitgeteilt. Auch in diesen Betrieben wurde LPAI vom Subtyp H7 durch das FLI bestätigt.

Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) /
Shiga-Toxin produzierende E. coli (STEC)
Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts

FLI gibt Startschuss für den Umzug in den Neubau
Erste Arbeitsgruppen beziehen ihre neuen Laboratorien
Insel Riems, 06. Juni 2011. Auf der Insel Riems laufen die letzten Vorbereitungen für den Bezug der neuen Laboratorien des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) auf Hochtouren. Ab Donnerstag werden die ersten Forschergruppen ihre neuen Arbeitsplätze in Betrieb nehmen. Auch Mitarbeiter des FLI-Standortes Tübingen werden einziehen. Bis zum Herbst soll der Laborbereich der Sicherheitsstufe 2 komplett bezogen sein.

AI/ND Ringversuch 2011
Das NRL AI wird in diesem Jahr wieder einen Ringversuch auf nationaler Ebene durchführen. Die Kernzielgruppe sind die Untersuchungseinrichtungen der Bundesländer. Weiterhin können diagnostisch arbeitende Labore der Universitätsinstitute teilnehmen, private diagnostische Laboratorien sowie Labore anderer Bundesbehörden. Der Ringversuch wird gemeinsam mit dem NRL ND durchgeführt und umfasst Proben zur Untersuchung mittels PCR, klassischer serologischer Verfahren sowie zur Virusisolierung.

Ringtest zur BVD-Diagnostik 2011
Ergebnisse vorgelegt
Das Nationale Referenzlabor für BVD/MD führte im ersten Quartal des Jahres 2011 den zweiten Ringtest zur BVD-Diagnostik für die zuständigen Untersuchungseinrichtungen der Länder durch. An diesem Ringtest haben sich insgesamt 53 staatliche, private, Universitäts- und Industrielabore beteiligt, darunter auch aus Österreich, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Dänemark, Polen, Schweden, und Frankreich.

36th International Herpesvirus Workshop
24. – 28. Juli 2011, Gdansk, Polen
Ausgerichtet von Krystyna Bieńkowska-Szewczyk (Professorin für Molekulare Virologie an der Universität Danzig) und Thomas C. Mettenleiter (Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts) findet der “International Herpesvirus Workshop” zum ersten Mal in seiner 36-jährigen Geschichte in einem osteuropäischen Mitgliedsstaat der EU statt.

Stellungnahme zur Impfung gegen Blauzungenkrankheit
Stand Mai 2011
Das FLI empfiehlt in seiner aktuellen Stellungnahme, die Impfung gegen Blauzungenkrankheit in Deutschland im Jahr 2011 auf freiwilliger Basis weiterzuführen. Falls nur Teilpopulationen geimpft werden können, sollten vorzugsweise nicht geimpfte Jungtiere immunisiert werden. Da Schafe besonders unter der BTV-8-Infektion leiden, wird deren Impfung besonders empfohlen.

5th Annual Meeting EPIZONE
Vom 11. bis 14. April findet das 5. Jahrestreffen von EPIZONE (Network of Excellence for Epizootic Disease Diagnosis and Control) unter dem Motto “Science on alert” in Arnhem, Niederlande statt.
Das Friedrich-Loeffler-Institut gehört zu den Gründungsmitgliedern von EPIZONE und gestaltet die Tagung maßgeblich mit. Es werden 300 Teilnehmer aus 25 Ländern erwartet.

Newcastle Disease Kolloquium
6. April 2011, 10 -16 Uhr in der Sächsischen Landestierärztekammer Dresden
Das Friedrich-Loeffler-Institut, die Sächsische Tierseuchenkasse und die Sächsische Landestierärztekammer bieten am 6. April 2011 eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung zum Thema Newcastle Disease an.
Das Kolloquium richtet sich an Geflügeltierärzte, Diagnostiker sowie amtliche Tierärzte in den Veterinärbehörden. Es bietet die Möglichkeit, sich über Daten eines serologischen Monitorings der Newcastle Disease-Impfung auszutauschen. ...
