FLI-Nachrichtenarchiv

Factsheet zum „Schmallenberg-Virus“
Stand: 20. Januar 2012
Bisher sind in Deutschland 32 Fälle von „Schmallenberg-Virus“ festgestellt worden. Das FLI stellt eine Information zum „Schmallenberg-Virus“ mit Angaben zum Erreger, zum klinischen Bild und zum labordiagnostischen Nachweis als Download zur Verfügung.

Update - Mitteilung des Friedrich-Loeffler-Instituts zum „Schmallenberg Virus“
Zugangsnummern für Gesamtgenomsequenz verfügbar
Stand: 16. Januar 2012

Mitteilung des FLI zum "Schmallenberg Virus"
FLI stellt Virusisolat, Sequenzinformationen und Nachweismethode für die Wissenschaft zur Verfügung
Nach der Entdeckung eines neuen Orthobunyavirus, das vorläufig als „Schmallenberg Virus“ bezeichnet wurde, erhielt das FLI eine Vielzahl von Anfragen nach dem Virusisolat, dem Protokoll der von uns neu entwickelten und im Haus validierten real-time RT-PCR sowie für die Offenlegung von Sequenzinformation über das virale Genom. Als ein vom Bund finanziertes Ressortforschungsinstitut sehen wir es als angemessen an, das von uns isolierte Virus, das Protokoll für den Genomnachweis sowie Sequenzinformation über das virale Genom allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen, die zum Verständnis dieser neuen Infektion beitragen wollen.

FLI schließt Standort in Tübingen
Fachinstitut für Immunologie setzt Arbeit auf der Insel Riems fort
Insel Riems, 21. Dezember 2011. Zum Jahresende schließt das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), seinen Standort in Tübingen. Anfang der 1950er Jahre war dort die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV) als westdeutsches Pendant zum FLI auf der Insel Riems gegründet worden. Zuletzt forschte das Institut für Immunologie in Tübingen, das seine Arbeit nun am Hauptsitz des FLI fortsetzt.

Schmallenberg-Virus
Neues Orthobunyavirus bei Rindern
Im November 2011 stellte das FLI erstmals das Auftreten eines neuen Orthobunyvirus bei Rindern in Deutschland fest. Nun nahm das Institut eine Einstufung der Sicherheitsklasse des vorläufig als "Schmallenber-Virus" bezeichneten Erregers vor. Für alle Laborarbeiten sollte das Virus in die Risikogruppe 2 gestuft werden, für tierexperimentelle Arbeiten in die Risikogruppe 3. Die Information zur Einstufung steht zum Download zur Verfügung.

Neues Orthobunyavirus bei Rindern in Deutschland nachgewiesen
Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), hat erstmals das Auftreten eines Virus des Genus Orthobunyavirus bei Rindern in Deutschland nachgewiesen. Vergleichende Analysen des Erbmaterials lassen vermuten, dass es sich um ein Virus aus der Gruppe der Akabane-ähnlichen Viren handelt. Das Virus wird aufgrund der Probenherkunft vorläufig als „Schmallenberg-Virus“ bezeichnet. Weitere Untersuchungen zur Charakterisierung des Virus und zur Epidemiologie folgen.

Neues aus der Tierseuchendiagnostik in Deutschland
5. Riemser Diagnostiktage in Greifswald
Insel Riems, 05. Dezember 2011. Wie erkennt man Maul- und Klauenseuche beim Wildschwein? Was ist das “Schmallenberg-Virus”? Welche Tierseuchen könnten in Zukunft bei uns diagnostiziert werden? Diese und andere Fragen stehen auf dem Programm der 5. Riemser Diagnostiktage am 8. und 9. Dezember im Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg in Greifswald.

Statistik zur BVD-Bekämpfung in Deutschland
Seit dem 1. Januar 2011 ist die „Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe Virus“ (BVD-VO), die die Grundsätze einer bundeseinheitlichen Bekämpfung der BVD auf verpflichtender Grundlage regelt, in Kraft. Zentraler Punkt des Bekämpfungsprogramms ist die Feststellung und Elimination persistent mit BVD-Virus infizierter Tiere (PI-Tiere). PI-Tiere werden in einer zentralen Datenbank, der HI-Tier erfasst. Das FLI stellt auf der Grundlage dieser Daten eine zusammenfassende Statistik mit Stand 30.9.2011 zur Verfügung.

Präsident des FLI zum Mitglied der königlich belgischen Akademie für Medizin gewählt
Insel Riems, 15. November 2011
Auf ihrer Herbstsitzung in Brüssel wählte die königlich belgische Akademie für Medizin den Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Instituts, Prof. Thomas C. Mettenleiter, zum ausländischen korrespondierenden Mitglied (membre correspondant étranger). Er wird der Sektion VI „Veterinärwissenschaften“ angehören.

Neue Ausgabe des LabLoeffler erschienen
Das neueste Heft informiert unter anderem über die Ergebnisse der Ringversuche für BSE und Scrapie, Echinokokkose und Milchserologie, über Aktuelles zur Blauzungenkrankheit, zum West-Nil-Virus und zur Maul- und Klauenseuche.

Aktuelle Risikobewertung zu HPAI H5N1 (Vogelgrippe) in Deutschland
Das Risiko der Einschleppung sowie des Auftretens von hochpathogenem aviären Influenzavirus des Subtyps H5N1 (HPAIV H5N1) in Geflügelbeständen in der Bundesrepublik Deutschland hat sich nach der aktuellen Bewertung des FLI in den letzten acht Monaten nicht geändert. Zwar kam es seit Februar 2011 in Kambodscha, Indien, Israel, Japan, Südkorea, der Mongolei, Myanmar und den Autonomen Gebieten Palästinas zu Neuausbrüchen beim Geflügel und bei Wildvögeln, in Europa traten jedoch keine Fälle auf. Neben der Risikoabschätzung für Deutschland gibt die Risikobewertung einen Überblick der aktuellen Situation weltweit.

Auftreten von Usutu-Virus in Süddeutschland
Bei einer in Süddeutschland (Südhessen) tot aufgefundenen Amsel wurde Usutu-Virus (USUV) nachgewiesen. Der Nachweis erfolgte am 13.09.2011 im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg. Am 14.09.2011 wurde am Friedrich-Loeffler-Institut USUV auch in vier 4 toten Amseln aus dem Raum Mannheim entdeckt. Ob diese Infektion mit der beobachteten erhöhten Mortalität von Amseln in der Region in Verbindung steht, wird untersucht.

FLI zum Referenzzentrum der Welternährungsorganisation FAO ernannt
Ab sofort übernimmt das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), die Funktion eines Referenzzentrums der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung FAO für Influenza bei Tieren und die Newcastle Krankheit. "Damit festigen wir die Zusammenarbeit mit der FAO und bauen unsere internationalen Aktivitäten weiter aus”, so der Präsident des FLI, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter. Die Kooperation läuft zunächst für vier Jahre und kann nach positiver Bewertung verlängert werden.

Zinkfinger-Enzyme setzen Gen von Schweinen außer Kraft
Neue Möglichkeiten für Organtransplantation und Krankheitstherapie
Insel Riems, 15. August 2011. Wissenschaftlern des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) am Institut für Nutztiergenetik in Mariensee gelang es jetzt in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Biotechnologie-Firma Sangamo weltweit erstmals, durch den Einsatz von sogenannten Zinkfinger-Enzymen das Gen für den wichtigsten Abstoßungsfaktor im Erbmaterial des Schweins dauerhaft auszuschalten und Schweine ohne diesen Faktor zu züchten.

Tiergesundheitsjahresbericht 2010 online erschienen
Das FLI legt den Tiergesundheitsjahresbericht 2010 mit Ergebnissen von epidemiologischen und labordiagnostischen Untersuchungen, von Bekämpfungsmaßnahmen sowie mit der Einschätzung zur Gefährdung von Tieren und Menschen zu ausgewählten Tierseuchen/Tierkrankheiten im vergangenen Jahr vor.

Ausstellung im Loeffler-Haus auf der Insel Riems öffnet regelmäßig
Einblicke in 100 Jahre Institutsgeschichte
Ab Mitte August wird auf der Insel Riems die Ausstellung zur 100-jährigen Geschichte des Friedrich-Loeffler-Instituts regelmäßig jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 13.00-16.30 Uhr für Besucher geöffnet. Im ältesten Institutsgebäude, dem Loeffler-Haus, werden Informationen zum Institutsgründer Friedrich Loeffler als Wissenschaftler und Familienvater sowie zur wechselvollen Geschichte des Instituts präsentiert.

Ringversuch zur Echinokokkose 2011
Ergebnisse vorgelegt
Das Nationale Referenzlabor für Echinokokkose des Friedrich-Loeffler-Instituts gibt die Auswertung des Ringversuchs zur Echinokokkose-Diagnostik (Nachweis von Echinococcus spp. in der Darmschleimhaut eines Endwirts) 2011 bekannt.

Jahresbericht des FLI 2010 erschienen
Der Jahresbericht 2010 gibt Einblicke in die Schwerpunktthemen und laufenden Projekte aus der Forschung des FLI, in seine behördlichen Aufgaben, wissenschaftlichen Kooperationen und weitere Themen. Erstmals erscheint er ausschließlich in elektronischer Form und steht zum Download zur Verfügung.

Ausbruch der niedrigpathogenen aviären Influenza (LPAI) in Nordrhein-Westfalen
Am 27.05.2011 wurde durch das Nationale Referenzlabor für Geflügelpest am Friedrich-Loeffler Institut (FLI) der Verdacht auf das Vorliegen von niedrigpathogener aviärer Influenza (LPAI) vom Subtyp H7 in einem Geflügelzuchtbetrieb mit 20.000 Hühner-Mastelterntieren sowie 400.000 Bruteiern im Kreis Gütersloh bestätigt. Am selben Tag wurde der Verdacht auf aviäre Influenza (AI) in drei weiteren Betrieben aus Gütersloh mitgeteilt. Auch in diesen Betrieben wurde LPAI vom Subtyp H7 durch das FLI bestätigt.

Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) /
Shiga-Toxin produzierende E. coli (STEC)
Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts

FLI gibt Startschuss für den Umzug in den Neubau
Erste Arbeitsgruppen beziehen ihre neuen Laboratorien
Insel Riems, 06. Juni 2011. Auf der Insel Riems laufen die letzten Vorbereitungen für den Bezug der neuen Laboratorien des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) auf Hochtouren. Ab Donnerstag werden die ersten Forschergruppen ihre neuen Arbeitsplätze in Betrieb nehmen. Auch Mitarbeiter des FLI-Standortes Tübingen werden einziehen. Bis zum Herbst soll der Laborbereich der Sicherheitsstufe 2 komplett bezogen sein.

AI/ND Ringversuch 2011
Das NRL AI wird in diesem Jahr wieder einen Ringversuch auf nationaler Ebene durchführen. Die Kernzielgruppe sind die Untersuchungseinrichtungen der Bundesländer. Weiterhin können diagnostisch arbeitende Labore der Universitätsinstitute teilnehmen, private diagnostische Laboratorien sowie Labore anderer Bundesbehörden. Der Ringversuch wird gemeinsam mit dem NRL ND durchgeführt und umfasst Proben zur Untersuchung mittels PCR, klassischer serologischer Verfahren sowie zur Virusisolierung.

Ringtest zur BVD-Diagnostik 2011
Ergebnisse vorgelegt
Das Nationale Referenzlabor für BVD/MD führte im ersten Quartal des Jahres 2011 den zweiten Ringtest zur BVD-Diagnostik für die zuständigen Untersuchungseinrichtungen der Länder durch. An diesem Ringtest haben sich insgesamt 53 staatliche, private, Universitäts- und Industrielabore beteiligt, darunter auch aus Österreich, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Dänemark, Polen, Schweden, und Frankreich.

36th International Herpesvirus Workshop
24. – 28. Juli 2011, Gdansk, Polen
Ausgerichtet von Krystyna Bieńkowska-Szewczyk (Professorin für Molekulare Virologie an der Universität Danzig) und Thomas C. Mettenleiter (Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts) findet der “International Herpesvirus Workshop” zum ersten Mal in seiner 36-jährigen Geschichte in einem osteuropäischen Mitgliedsstaat der EU statt.

Stellungnahme zur Impfung gegen Blauzungenkrankheit
Stand Mai 2011
Das FLI empfiehlt in seiner aktuellen Stellungnahme, die Impfung gegen Blauzungenkrankheit in Deutschland im Jahr 2011 auf freiwilliger Basis weiterzuführen. Falls nur Teilpopulationen geimpft werden können, sollten vorzugsweise nicht geimpfte Jungtiere immunisiert werden. Da Schafe besonders unter der BTV-8-Infektion leiden, wird deren Impfung besonders empfohlen.

5th Annual Meeting EPIZONE
Vom 11. bis 14. April findet das 5. Jahrestreffen von EPIZONE (Network of Excellence for Epizootic Disease Diagnosis and Control) unter dem Motto “Science on alert” in Arnhem, Niederlande statt.
Das Friedrich-Loeffler-Institut gehört zu den Gründungsmitgliedern von EPIZONE und gestaltet die Tagung maßgeblich mit. Es werden 300 Teilnehmer aus 25 Ländern erwartet.

Newcastle Disease Kolloquium
6. April 2011, 10 -16 Uhr in der Sächsischen Landestierärztekammer Dresden
Das Friedrich-Loeffler-Institut, die Sächsische Tierseuchenkasse und die Sächsische Landestierärztekammer bieten am 6. April 2011 eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung zum Thema Newcastle Disease an.
Das Kolloquium richtet sich an Geflügeltierärzte, Diagnostiker sowie amtliche Tierärzte in den Veterinärbehörden. Es bietet die Möglichkeit, sich über Daten eines serologischen Monitorings der Newcastle Disease-Impfung auszutauschen. ...
