Gemeinsame Datenbank über die epidemiologische Situation der Schweinepest bei Wildschweinen in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland
Im September 2002 wurde am Institut für Epidemiologie in enger Kooperation mit der Arbeitsgruppe zur Schweinepest bei Wildschweinen der Europäischen Kommission die Entwicklung eines einzeltierbasierten Datenbanksystems zur epidemiologischen Situation der Schweinepest bei Wildschweinen in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland (Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland) begonnen. Die Datenbank wurde als Internet-Projekt realisiert und erlaubt die Dateneingabe sowie die Auswertung der Untersuchungsdaten alleine über einen Internet-Browser. Der Zugang der Internet-Seite ist durch Sicherheitsmechanismen geschützt. Die Nutzer müssen sich über Nutzernamen und Passwörter eindeutig identifizieren. Alle von den EU-Mitgliedsländern benannten Benutzer der Datenbank können den Datenbankinhalt lesen und auswerten, aber nur eine definierte Nutzergruppe kann die Daten des jeweils eigenen Landes verändern (hinzufügen, editieren oder löschen). Die Dateneingabe umfasst die Charakterisierung des einzelnen Wildschweins (Geschlecht, Alter, Todesursache und Lokalisation) sowie die Ergebnisse der labordiagnostischen Untersuchung (Virologie und/oder Serologie) und kann sowohl über eine HTML-Maske im Browser als auch durch Upload über eine Batch-Datei für größere Datenmengen erfolgen. Zu diesem Zwecke wurden entsprechende Schnittstellen zu Datenbanksystemen der Untersuchungseinrichtungen geschaffen.
Neben der tabellarischen Auswertung stratifiziert nach Zeitraum, administrativen Einheiten (z.B. Mitgliedsstaat, Bundesland, Kreis), Altersklassen, Resultaten erlaubt ein Internet-Kartenserver auch die Darstellung der Untersuchungsergebnisse in Form von Karten unter Berücksichtigung der administrativen Grenzen und topographischen Gegebenheiten. Die Erweiterung der Kartenfunktionalität durch die Implementierung des Karten-Explorer erlaubt nun die Zusammenführung der Laborresultate mit den Gebietskulissen der Restriktions- und Impfgebiete sowie eine flexible Einfärbung und Darstellung der Karten.


