Arbeitsgruppe Ernährungsphysiologie der Wiederkäuer
Institut für Tierernährung
Arbeiten über die Vormagenumsetzungen sind eine unerlässliche Voraussetzung für die bedarfs- und artgerechte Ernährung der Wiederkäuer. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Leistungen der Tiere, ökonomischer Zwänge, eines zunehmenden ökologischen und tierschützerischen Bewusstseins sowie hoher Anforderungen an die Sicherheit und Qualität der Lebensmittel tierischen Ursprungs. Aufgrund der Vielzahl möglicher Einflussfaktoren und Wechselwirkungen auf die Umsetzungen im Pansen bestehen noch immer beträchtliche Kenntnislücken. Folgende Fragestellungen werden bzw. wurden in letzter Zeit bearbeitet:
- Einfluss von Vitamin B–Zulagen auf Abbau und Synthese der B-Vitamine, sowie die ruminale N-Ausnutzung
- Einfluss pansenstabiler konjugierter Linolsäuren (CLA) auf die ruminalen Umsetzungen
- Einfluss von Fumarsäure auf die Nährstoffumsetzungen im Pansen
- Untersuchungen zum Futterwert von Silage aus Maispflanzen, die unter CO2–Begasung gewachsen sind
- Erkennung und Quantifizierung des Einflusses von Art, Menge und Behandlung einzelner, zum Teil bisher wenig gebräuchlicher bzw. „neuer“ (z. B. aus der Bioenergiegewinnung, Gentechnik und dergl.) Futtermittel sowie
- von Zusatzstoffen oder unerwünschten Stoffen (z.B. Mykotoxinen) auf die Vormagenumsetzungen, die Tiergesundheit, die Qualität von Milch und Fleisch sowie die Belastung der Umwelt
- Einfluss der Vormagenumsetzungen auf die Energie- und Proteinversorgung der Tiere
