Forschungsbereich Pathologie und Elektronenmikroskopie
Institut für molekulare Pathogenese
Arbeitsgruppe Pathologie und Pathophysiologie
Aufgaben
Die Aufgaben des Forschungsbereiches Pathologie/ Elektronenmikroskopie sind die Durchführung von Obduktionen, die fotografische Dokumentation von Veränderungen und die Entnahme von Gewebeproben für weiterführende Untersuchungen. Die Gewebeproben werden in der Arbeitsgruppe histologische aufgearbeitet. Dies umfasst verschiedene Fixierungsverfahren, die Einbettung in Paraffin, die Herstellung von Paraffinschnitten und die Färbung der Paraffinschnitte mit der HE Übersichtsfärbung und Spezialfärbungen. Aus schockgefrorenen Geweben werden Kryostatschnitte hergestellt. In Paraffin- und Gefrierschnitten erfolgt der immunhistologische Nachweis verschiedener Antigene (Erreger und zelluläre Strukturen) oder der enzymhistochemische Nachweis von gewebeeigenen Enzymen. Die Schnitte werden licht- oder fluoreszenzmikroskopisch beurteilt. Relevante Strukturen können morphometrisch erfasst (Programm: cell/analySIS) und statistisch ausgewertet werden.
In der Arbeitsgruppe werden ein Transmissionselektronenmikroskop (TECNAI 12/FEI) und ein Rasterelektronenmikroskop (9200/FEI) betrieben. Für die Transmissionselektronenmikroskopie wird die Einbettung von Gewebeproben und Zellpellets in verschiedene Kunstharze durchgeführt. Von den Proben werden Semi- und Ultradünnschnitte hergestellt und kontrastiert. Mit Hilfe von gold-markierten Antikörpern wird eine immunelektronenmikroskopische Darstellung von Antigenen in den Ultradünnschnitten durchgeführt. Native Proben werden mit dem Negativkontrastverfahren präpariert. Die Präparationsmethoden für die Rasterelektronenmikroskopie umfassen die Kritische-Punkt-Trocknung und das Sputtern der Proben.
Arbeitsgebiete
Das wissenschaftliche Hauptarbeitsgebiet sind die Pathogenese und Wirts-Erreger-Interaktionen bei Infektionskrankheiten der landwirtschaftlichen Nutztiere. Von besonderem Interesse sind hierbei Reaktionen und Schäden am Schleimhautimmunsystem und im Intestinaltrakt. Diese Fragestellungen wurden intensiv am Beispiel der BVDV-Infektion des Rindes und für die Rotavirusinfektion von Broilern untersucht. Derzeit werden
- die Paratuberkulose von Rind und kleinen Wiederkäuern (Ziege) (Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis),
- die Dysenterie des Schweines (Brachyspira hyodysenteriae),
- die Norovirusinfektion des Kalbes und
- die Chlamydieninfektion des Kalbes (Chlamydia psittaci nicht aviärer Herkunft)
bearbeitet.
