Labor für Entomologie
Institut für Infektionsmedizin
Die AG ‚Arthropoden’ beschäftigt sich
- mit veterinärmedizinisch relevanten Insekten und Milben, die als hämatophage Ektoparasiten und Vektoren von Krankheitserregern in Erscheinung treten, sowie
- mit volkswirtschaftlich bedeutenden Arthropoden, die selbst parasitiert und infiziert werden.
Unter den hämatophagen Ektoparasiten und Vektoren werden u.a. Gnitzen (Diptera, Ceratopogonidae) und Stechmücken (Diptera, Culicidae) bearbeitet, die während des Blutsaugens die Erreger wichtiger Tierkrankheiten und Zoonosen übertragen können. Dies sind z.B. die Erreger der Blauzungenkrankheit, der Afrikanischen Pferdesterbe, des Westnil- und des Rifttal-Fiebers. Zur Gruppe der wirtschaftlich bedeutenden Arthropoden gehören die Bienen, deren Völker weltweit zunehmend durch Befall mit der Milbe Varroa destructor und Infektionen mit zahlreichen Viren, Bakterien und Protozoen geschädigt werden. 2010 wird in der AG das NRL für anzeigepflichtige Bienenseuchen etabliert werden.
Die ökoepidemiologisch, infektiologisch und molekularbiologisch ausgerichteten Forschungstätigkeiten verbinden klassische Freiland- und moderne Labormethoden. Im Freiland werden z.B. Untersuchungen zur Verbreitung, zur Saisondynamik, zur Wirtpräferenz, zum Saugverhalten und zur Abwehr von potenziellen Vektoren durchgeführt. Im Labor erfolgen infektiologische sowie molekularbiologische Untersuchungen zur Pathologie, zu den Übertragungsmechanismen, zur Vektorkompetenz, zur Transmissionsdynamik und zu den Wechselwirkungen zwischen Erregern und Überträgern/Arthropodenwirten.
