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Laborleiter

Dr. Gereon Schares



Telefon: +49 33979 80-193
Fax: +49 33979 80-200

Seestraße 55
16868 Wusterhausen

Zur Person

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Darland Herrmann

Pavlo Maksimov

Alexander Wolf

Technische Mitarbeiterinnen

Andrea Bärwald

Aline Maksimov

Lieselotte Minke

Nationales Referenzlabor für Toxoplasmose

Institut für Epidemiologie

Toxoplasma gondii ist ein sich obligat intrazellulär vermehrender protozoärer Parasit, der alle warmblütigen Vertebraten einschließlich Säugetiere und Vögel infizieren kann.

Feliden, wie zum Beispiel die Hauskatze, können als Endwirte von T. gondii im Kot Dauerstadien des Parasiten („Oozysten“) ausscheiden, die in der Umwelt längere Zeit überlebensfähig und infektionsfähig sind. Kontaminationen von Nahrungsmitteln oder des Trinkwassers mit Oozysten können Infektionen bei Zwischenwirten (z.B. beim Menschen) verursachen.

Bis zu einem Drittel der Menschheit ist mit T. gondii infiziert. In Deutschland haben je nach Altersgruppe bis zu zwei Drittel der Bevölkerung Antikörper gegen den Parasiten. Die meisten Primärinfektionen beim Menschen verlaufen asymptomatisch; manche der postnatal infizierten Patienten erkranken an einer Lymphadenopathie oder einer okulären Toxoplasmose. Eine primäre, während der Schwangerschaft erworbene Infektion kann den Föten schwer schädigen. Bei immunsupprimierten Patienten kann eine Reaktivierung latenter Infektionen zu lebensbedrohlichen Enzephalitiden führen.

Infektionen beim Menschen werden vor allem verursacht durch den Verzehr von rohem oder nicht ausreichend erhitztem Fleisch, das lebende, enzystierte Stadien von T. gondii enthält, oder durch die Aufnahme von Oozysten-kontaminiertem Wasser oder Nahrungsmitteln, die aus dem Kot infizierter Feliden stammende Oozysten enthalten.

Toxoplasma gondii hat eine klonale Populationsstruktur. In Nordamerika und Europa kommen im Wesentlichen drei klonale Linien, die Linien I, II und III vor, die mit Hilfe von Genotypisierungsverfahren unterschieden werden können.

 

Leistungsübersicht

Zu den Aufgaben des nationalen Referenzlabors für Toxoplasmose gehören:

  • Ansprechpartner für Bundes- und Länderbehörden zu Fragen der Epidemiologie und Bekämpfung der Toxoplasmose
  • Durchführung von Bestätigungsuntersuchungen
  • Bereithaltung von Referenzmaterial
  • Überprüfung, Standardisierung und Weiterentwicklung von Untersuchungsmethoden
  • Mitarbeit bei der Durchführung internationaler Ringversuche
  • Teilnahme an EU-Ringtests
  • Training von Laborpersonal in der Toxoplasmose-Diagnostik
  • Beteiligung an Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten

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Methodenübersicht

  • Genomnachweis mittels konventioneller und real-time PCR
  • Stammcharakterisierung durch PCR-RFLP
  • Antikörpernachweis mittels Immunoblot, Immunfluoreszenztest und ELISA
  • Zellkulturelle Parasitenisolierung

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Referenzmaterial

  • Referenzseren
  • Referenzstämme von T. gondii und verwandten Parasiten

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Forschungsprojekte

  • Genotypische Charakterisierung von Toxoplasma gondii-Isolaten
  • Untersuchungen zur Virulenz von Toxoplasma gondii-Isolaten
  • Weiterentwicklung von Peptid-basierten Serotypisierungsverfahren
  • Untersuchungen zum Vorkommen von Toxoplasma gondii bei Tieren in Deutschland

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Relevante Rechtsvorschriften

  • Verordnung über meldepflichtige Tierkrankheiten in der jeweils geltenden Fassung

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Weitere Forschungsthemen

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