

Wie das internationale Fachmagazin „The Veterinary Journal“ kürzlich bekannt gab, wurde Dr. Judith Wagner, ehemalige Doktorandin des Instituts für Molekulare Pathogenese am Friedrich-Loeffler-Institut, gemeinsam mit ihren Co-Autoren mit dem Nachwuchspreis 2011 ausgezeichnet. Sie erhält den „Junior Scientist Prize“ für ihren Artikel über die Auswirkungen der Infektion mit dem PRRS-Virus, das bei Schweinen das porzine Reproduktive und Respiratorische Syndrom auslöst.

Seit geraumer Zeit wird in Deutschland sehr kontrovers über die Ursachen für einen in Rinderherden auftretenden schleichenden Gesundheitsverfall diskutiert. Daher arbeiten ab jetzt die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in einem Forschungsverbund zusammen.

Das FLI stellt auf einer Internetseite aktuelle Fallzahlen, Karten und weitere Informationen zum „Schmallenberg-Virus" zur Verfügung. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

Wissenschaftler des FLI berichten in der Märzausgabe des Fachmagazins „Emerging Infectious Diseases“ über das Ende 2011 von ihnen erstmals bei Rindern in Deutschland nachgewiesene sogenannte „Schmallenberg-Virus“. Der Artikel steht vorab online zur Verfügung:

Berichtszeitraum: 01.01. - 31.12.2011
Seit dem 1. Januar 2011 ist die „Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe Virus“ (BVD-VO), die die Grundsätze einer bundeseinheitlichen Bekämpfung der BVD auf verpflichtender Grundlage regelt, in Kraft. Zentraler Punkt des Bekämpfungsprogramms ist die Feststellung und Elimination persistent mit BVD-Virus infizierter Tiere (PI-Tiere). PI-Tiere werden in einer zentralen Datenbank, der HI-Tier erfasst. Das FLI stellt auf der Grundlage dieser Daten eine Gesamtstatistik für das Jahr 2011 zur Verfügung.

Stand: 20. Januar 2012
Bisher sind in Deutschland 32 Fälle von „Schmallenberg-Virus“ festgestellt worden. Das FLI stellt eine Information zum „Schmallenberg-Virus“ mit Angaben zum Erreger, zum klinischen Bild und zum labordiagnostischen Nachweis als Download zur Verfügung.

Zugangsnummern für Gesamtgenomsequenz verfügbar
Stand: 16. Januar 2012

FLI stellt Virusisolat, Sequenzinformationen und Nachweismethode für die Wissenschaft zur Verfügung
Nach der Entdeckung eines neuen Orthobunyavirus, das vorläufig als „Schmallenberg Virus“ bezeichnet wurde, erhielt das FLI eine Vielzahl von Anfragen nach dem Virusisolat, dem Protokoll der von uns neu entwickelten und im Haus validierten real-time RT-PCR sowie für die Offenlegung von Sequenzinformation über das virale Genom. Als ein vom Bund finanziertes Ressortforschungsinstitut sehen wir es als angemessen an, das von uns isolierte Virus, das Protokoll für den Genomnachweis sowie Sequenzinformation über das virale Genom allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen, die zum Verständnis dieser neuen Infektion beitragen wollen.

Neues Orthobunyavirus bei Rindern
Im November 2011 stellte das FLI erstmals das Auftreten eines neuen Orthobunyvirus bei Rindern in Deutschland fest. Nun nahm das Institut eine Einstufung der Sicherheitsklasse des vorläufig als "Schmallenber-Virus" bezeichneten Erregers vor. Für alle Laborarbeiten sollte das Virus in die Risikogruppe 2 gestuft werden, für tierexperimentelle Arbeiten in die Risikogruppe 3. Die Information zur Einstufung steht zum Download zur Verfügung.
Ältere Nachrichten finden Sie im FLI-Nachrichtenarchiv:
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Neues aus der Tierseuchendiagnostik in Deutschland
Workshop des Nationalen Referenzlabors für Tularämie